Donnerstag, 16. Juni, 20 Uhr

Vortrag im Rahmen der Rudolf-Arnheim Professur
In Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin und dem DAAD Künstlerprogramm Berlin
Monumental Snapshots of a Soviet Future

Ein Vortrag von Prof. Dr. Juliet Koss
Associate Professor and Chair, Department of Art History, Scripps
College, Claremont, California

in englischer Sprache

Die Arnheim-Professur geht auf den Filmkritiker und Filmhistoriker Rudolf Arnheim zurück. Prof. Arnheim ist Mitbegründer der Gestaltpsychologie und entwickelte die Theorie des „denkenden Sehens“ und Gestaltens als Überlebensstrategie. Die Professur wurde zum Wintersemester 2001/2002 an der Humboldt-Universität eingerichtet. Eine hochrangige interdisziplinäre Jury beruft jährlich einen ausländischen Gastdozenten. Gefördert wird diese Professur durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Stiftung Brandenburger Tor.

Juliet Koss is the author of Modernism after Wagner (University of Minnesota Press, 2010), a finalist for the College Art Association’s 2011 Charles Rufus Morey Award. Her work has been supported by fellowships from the American Association of University Women, the Canadian Centre for Architecture, the Getty Research Institute in Los Angeles, the Humboldt Stiftung, the Mellon Foundation, and the National Endowment for the Humanities; in spring 2009 she was a Fellow at the American Academy in Berlin.




Montag, 09. Mai, um 19:30 Uhr

Literarisches Tandem Berlin – Paris

Mit Nedim Gürsel (Istanbul/Paris) und Hans Christoph Buch (Berlin)

Nedim Gürsel wurde 1951 in der Türkei geboren. Bereits in den 1960er Jahren arbeitete er als Schriftsteller und publizierte in türkischen Literaturzeitschriften. 1971 ging er ins Exil nach Frankreich, nachdem er sich für einen seiner Artikel vor Gericht erklären sollte. Er studierte an der Pariser Sorbonne und promovierte am Lehrstuhl der Vergleichenden Literaturwissenschaften. 1979 kehrte Gürsel kurzzeitig in die Türkei zurück, um 1980 erneut ins französische Exil zu gehen, wo er auch heute noch lebt. Nedim Gürsel publizierte zahlreiche Artikel, Fachpublikationen, Essays und Romane. Für seinen ersten Erzählband „Ein Sommer ohne Ende" erhielt Gürsel 1976 den höchsten Literaturpreis der Türkei. Zuletzt erschien 2008 „Sieben Derwische. Anatolische Legenden“.

Hans Christoph Buch wurde 1944 in Berlin geboren. Er studierte Germanistik und Slavistik und promovierte an der TU Berlin am Lehrstuhl für Literaturwissenschaften. Buch kann auf zahlreiche Auslandsaufenthalte verweisen, als Writer in Residence, als Gastdozent wie auch als „Reisereporter“. Zu seinen Auslandsaufenthalten zählten unter anderem Frankreich, die USA, verschiedene Länder Lateinamerikas, aber auch Krisengebiete wie der Sudan, Afghanistan oder Pakistan. 2010 reiste er nach Haiti. Buch veröffentlichte zahlreiche Romane, Reportagen, Erzählungen und Essays – zuletzt sind 2009 „Reise um die Welt in acht Nächten. Ein Abenteuerroman“ und 2010 „Haiti, Nachruf auf einen gescheiterten Staat“ erschienen.




Dienstag, 15.3.2011, 20:00 Uhr
Welttag der Poesie

Eine Veranstaltung der Stiftung Brandenburger Tor und der Literaturwerkstatt Berlin

Der UNESCO-Welttag der Poesie soll an den Stellenwert der Poesie, an die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen erinnern. Er weist der Dichtkunst einen zentralen Platz im kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu. Seitdem er im Jahr 2000 ins Leben gerufen wurde, organisiert die Literaturwerkstatt Berlin die zentrale Veranstaltung zum Welttag der Poesie in Deutschland.
Wir feiern mit einem Konzert aus Versen, Sprachen und Stimmen, zu dem die Literaturwerkstatt Berlin und ihre Partner herzlich einladen – eine Gelegenheit für eine Schau der Poesie, gelesen in den Originalsprachen und in deutscher Übersetzung.

Mit dabei sind Dmitri Golynko (*1969), Poet der »objektiven Präzision« aus Leningrad–Sankt Petersburg, Nora Gomringer (*1980) mit ihrer besonderen Performancekunst, István Kemény (*1961), der sich in seinen Texten zwischen Humor und Melancholie bewegt, Mariko Nagai (*1974), welterfahrene und vielfach international ausgezeichnete Schriftstellerin aus Tokio, und Sjón (*1962), Dichter, Songtexter, Drehbuchautor und Romancier.

Ort: Stiftung Brandenburger Tor, Max Liebermann Haus, Pariser Platz 7, 10117 Berlin. Eintritt frei – um Anmeldung bis zum 11.3.2011 wird gebeten unter 030. 22 63 30 30

Anlässlich des UNESCO-Welttages der Poesie hat lyrikline.org Lyrikübersetzer nach den besonderen Eigenheiten und Herausforderungen ihres Faches befragt. Deren Beobachtungen und Kommentare werden vom 15.–30. März 2011 auf der Internetseite präsentiert.




Mittwoch, 16. Februar 2011, 19.30 Uhr

Vortrag im Rahmen der Rudolf-Arnheim-Professur in Verbindung mit der Humboldt-Universität zu Berlin

Identität und Engagement in der Malerei Eugen Schönebecks

Ein Vortrag von Dr. Pamela Kort

Eugen Schönebeck wurde 1936 in Heidenau geboren. Nach einer Ausbildung zum Dekorationsmaler, lernte er 1954 an der Fachschule für Angewandte Kunst in Ost-Berlin, Propagandaplakate zu malen. 1955 wechselte er an die Hochschule für bildende Künste in West-Berlin. Schon 1962 begann er Bilder zu malen, die sich mit Deutschlands noch weitgehend unaufgearbeiteter nationalsozialistischer Vergangenheit auseinandersetzten. In seinem zunehmend moralischen Anspruch suchte Schönebeck nach einem Weg zwischen marktfreundlicher und einer dem Kommunismus dienender Kunst. Er erfand eine bahnbrechende Form des Porträts, das sowohl Ikone individueller und kollektiver Identität ist, als auch das anhaltende Engagement des Künstlers verkörpert. Unwillig, seine Kunst zu kompromittieren und überzeugt, die Möglichkeiten der Staffeleimalerei erschöpft zu haben, legte er 1967 den Pinsel nieder.

Dr. Pamela Kort erhielt ihren Ph.D. in Kunstgeschichte an der University of California, Los Angeles. Sie publiziert zur deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts und kuratierte Ausstellungen wie Rodin-Beuys (2005), Darwin: Kunst und die Suche nach den Ursprüngen (2009) und jetzt Eugen Schönebeck (2011) für die Schirn Kunsthalle Frankfurt. 2010 verbrachte sie drei Monate am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte.



Freitag, 25. Februar 2011, 19.30 Uhr

Ein Abend der Stiftung Brandenburger Tor und des Verlags Kiepenheuer & Witsch

Ein Teller bunte Knete

Eine literarische Hommage für und mit Katja Lange-Müller
Ein illustre Runde von Freunden und Wegbegleitern, ein Abend voller Geschichten und Erinnerungen

Als Gratulanten sind zu Gast: die Autoren Monika Maron, Emine Sevgi Özdamar, Ingo Schulze und Alois Hotschnig sowie die Schauspielerin Johanna Marx.

Durs Grünbein steuert „Eine wörtliche Rede. Katja Lange Müller zum Sechzigsten“ bei und wird mit ihr ein Gespräch über das Leben und das Schreiben führen.



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