Mittwoch, 23. Februar, 19:00 Uhr
"Bernhard Minetti - das Heilige Monster"
Gespräch über einen Schauspielkünstler des 20 Jahrhunderts
Begleitend zu der Ausstellung "Nachspiel. Der Schauspieler Bernhard Minetti", die die Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit der Stiftung Brandenburger Tor noch bis zum 13. März im Max Liebermann Haus zeigt, führen Peter von Becker, Feuilleton Der Tagesspiegel und
Hans Neuenfels, Theater- und Opernregisseur
ein Gespräch über den Künstler. Die Ausstellung kann anschließend zum ermäßigten Preis von 2,50 Euro bis 21:30 Uhr besucht werden.
Dienstag, 22. März, 20:00 Uhr
"Gedichte aus aller Welt - Die Literaturwerkstatt Berlin zum UNESCO-Welttag der Poesie"
Eine gemeinsame Veranstaltung der Stiftung Brandenburger Tor und der Literaturwerkstatt Berlin mit der Akademie Schloss Solitude, der American Academy in Berlin, dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD, der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. und der Kgl. Norwegischen Botschaft. Mit freundlicher Unterstützung von NORLA
Unter Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.
Es lesen:
Daniel Bănulescu (Rumänien)
Øyvind Berg (Norwegen)
Petr Borkovec (Tschechien)
Laura Erber (Brasilien)
Sylvana Franzetti (Argentinien)
John Koethe (USA)
Moderation: Knut Elstermann
Journalist (Radio Eins)
Die UNESCO hat den Welttag der Poesie im Jahr 2000 in Abgrenzung zum Welttag des Buches ins Leben gerufen. Er bekräftigt den Stellenwert der Poesie, die Vielfalt des Kulturgutes Sprache und die Bedeutung mündlicher Traditionen - kurz, er verleiht einer vielfältigen und eigenständigen Kunst die Wertschätzung, die ihr viel zu häufig verwehrt wird.
Mittwoch, 04. Mai, 20:00 Uhr
Jubiläum als Chance? 750 Jahre Kaliningrad und Königsberg
Eine gemeinsame Veranstaltung der Stiftung Brandenburger Tor und der Literaturwerkstatt Berlin. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes.
Es diskutieren:
Elena Tsvetaeva, Direktorin des Nationalen Zentrums für zeitgenössische Kunst Kaliningrad
Gennadij Kretinin, Direktor des Baltischen Zentrums am Russischen Institut für Strategieforschungen
Hanne-Margret Birckenbach, Schleswig-Holstein-Institut für Friedensforschung und Mitglied der internationalen Plattform Kaliningrad Experts
Ruth Leiserowitz, Historikerin an der Humboldt-Universität Berlin
Moderation: Christian Pletzing,
Leiter der Academia Baltica, Lübeck
Die neu entstandene Stadt Kaliningrad ist seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, der nationalen Neuordnung des Baltikums und der Osterweiterung der Europäischen Union eine russische Exklave. Nach Mitteleuropa dringen vor allem die Diskussion um eine zollfreie Zone oder Nachrichten über Prostitution und Drogenhandel.
Welchen Weg aber wollen die Kaliningrader gehen? Wie verschränken sich die Spuren deutscher Vergangenheit mit der Suche nach einer russischen Identität im europäischen Umfeld?
Durch die Lage Kaliningrads wird ein russisch-europäisches Problem sichtbar.
Literarisches Tandem am 01. Juli, 19:30 Uhr
Tandem Berlin - Vilnius
Es lesen und erzählen Jan Wagner und Eugenijus Alisanka
Lesungen im Rahmen des 5. Internationalen Literaturfestivals
(http://www.literaturfestival.com)
Die Stiftung „Brandenburger Tor“ ist Kooperationspartner des diesjährigen Festivals. Folgende Lesungen finden im Max Liebermann Haus statt:
12.9., 19:30 Uhr: Jury Andruchowytsch (Ukraine) im Gespräch mit Katharina Raabe
"Moskowiada", Juri Andruchowytschs zweiter Roman, der 1993 im Original erschien, wurde ins Polnische, Russische, Französische, Italienische und Ungarische übersetzt und ist sein bisher größter Verkaufserfolg. Die deutsche Veröffentlichung ist für Herbst 2006 bei Suhrkamp geplant. Der Roman spielt im Moskau des Jahres 1991: In der "Abenddämmerung" der Sowjetunion durchlebt und durchleidet der "ukrainische Dichter Otto von F.", Stipendiat am Moskauer Literaturinstitut, einen turbulenten Samstag im Mai. Die Stationen seiner Irrfahrt, die in der Moskauer Unterwelt an ihren phantastischen, fiebergeschüttelten Kulminationspunkt gelangt, offenbaren so selbstironisch wie kritisch die Mechanismen imperialer Ideologie. In Andruchowytschs letztem Roman "Zwölf Ringe" bereist Karl-Joseph Zumbrunnen, ein österreichischer Fotograf galizischer Herkunft, die Ukraine. Im "Wirtshaus auf dem Mond" kulminiert Andruchowytschs furioses Panorama der postsozialistischen Wirklichkeit in einer mitreißenden Szenerie.
14.9., 19:30 Uhr: "Hommage á Czeslaw Milosz" mit Robert Hass (USA) und Durs Grünbein (Deutschland)
Moderation: Hans Jürgen Balmes
"Ich habe in meinem Leben viele komplizierte Gedichte und anspruchsvolle Essays wie "Verführtes Denken" oder "West- und Östliches Gelände" geschrieben. Dennoch bin ich sehr skeptisch, wenn es um philosophische und literaturtheoretische Terminologie geht, die neuerdings so in Mode ist. Ich habe deshalb mein Leben lang nach einer einfachen Form gesucht. Das gilt auch für meine Lyrik. Ich habe mich bemüht, über komplizierte Fragen in einer kondensierten, verständlichen, manchmal sogar in einer scheinbar kindlichen Form zu sprechen", so Czesław Miłosz, der polnische Literaturnobelpreisträger, der im vergangenen Jahr starb. Er war einer der einflussreichsten Lyriker; sein Werk wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt, u. a. ins Englische von Robert Hass. Die Dichter Robert Hass und Durs Grünbein lesen seine Gedichte und sprechen über den Einfluß von Miłosz’ Werk auf ihre Arbeit.
Eintritt frei.
Im Rahmen des Programms "Internationale Kinder- und Jugendliteratur" werden folgende Lesungen angeboten:
13. 9., 10 Uhr: "Wie die Geschichten auf die Welt kamen"– eine Begegnung mit Gcina Mhlophe (Südafrika).
In englischer Sprache (4. – 6. Klasse)
14.9., 10 Uhr: Grigory Oster liest aus seinen humorvoll-skurrilen Geschichten für Kinder. (4. – 6. Klasse)
Für diese Lesungen ist eine Anmeldung und Ticketbestellung erforderlich bei:
Miriam Gabriela Möllers, Tel.: 278786 -70 oder – 66, e-mail: miriam.moellers@literaturfestival.com
14. November, 20 Uhr
Lesung anlässlich der Berlin-Brandenburgischen Buchwochen
Martin Gülich liest aus seinem Roman "Die Umarmung"
Die 14. Berlin-Brandenburgischen Buchwochen stehen in diesem Herbst unter dem Motto "Gespannte Seiten". Diese lassen sich in dem kürzlich erschienenen Roman von Martin Gülich wieder finden.
Er erzählt die Geschichte eines Einzelgängers, der sich nach Liebe sehnt und immer weiter ins Abseits gerät. Seine brillant klare Sprache erzeugt eine unwiderstehliche Spannung, die unter die Haut geht und den Leser mit einem Schauder zurücklässt.
Martin Gülich wurde 1963 in Karlsruhe geboren, studierte Wirtschaftsingenieurwesen, zeigte als Planungs- und Softwareingenieur Ausstellungen, bevor er sich 1997 für die hauptberufliche Tätigkeit als Schriftsteller entschied.
Erschienen sind u.a. die Romane Vorsaison (1999), Bellinzona, Nacht (2001) und die Kurzprosa Bagatellen (2003).
Eintritt frei
30. November, 19:30 Uhr
"Memel – Nemunas. Stimmen. Echos"
Ein Lyrik-Abend anlässlich des 40. Todestages von Johannes Bobrowski
Eine gemeinsame Veranstaltung der Stiftung Brandenburger Tor und der Litauischen Botschaft. Mit freundlicher Unterstützung von Books from Lithuania.
Es lesen:
Marcelijus Martinaitis, Aidas Marčėnas, Neringa Abrutytė und Bronys Savukynas.
Moderation: Claudia Sinnig
Landschaften bieten nicht nur Anblicke, sie sind auch Klangkörper. Jede Gegend prägt – wie ein Prisma das Licht - "ihre" Stimmen. So auch die Landschaft an der Memel und, von uns aus dahinter: Litauen. Thomas Kling bezeichnete Johannes Bobrowski einmal als "grenzländischen Stimmeneinfänger", der in Herders Tradition der Stimmen der Völker steht. Zu Herders Zeiten waren Litauer und Deutsche Nachbarn, während Johannes Bobrowski nach dem Krieg die einstige Nachbarschaft beschwor. Das Echo dieser Nähe ist hier und da noch vernehmbar. Wir möchten Gedichte zu Gehör bringen, in denen Stimmen und Landschaften aus Litauen direkt zur Sprache kommen. Dabei soll zugleich der Facettenreichtum der Gegenwartslyrik vernehmbar werden: Marcelijus Martinaitis (geb. 1936) bedient sich eines folkloristischen, Aidas Marčėnas (geb. 1960) eines neo-surrealistischen und Neringa Abrutytė (1972) eines postmodernen Stils. Überdies stellen wir einige Gedichte von Johannes Bobrowski in Litauisch vor – vielleicht hört man noch etwas von der einstigen Nachbarschaft? Diesen Versuch unternimmt Bronys Savukynas, dessen 1974 erschienener Sammelband litauischer Nachdichtungen von Bobrowski die litauische Lyrik nachhaltig beeinflußt hat, so auch die drei an diesem Abend lesenden Autoren.
5. Dezember, 20 Uhr
“The Individuation Process of Singularity“
Ein Vortrag von Prof. Ali Akay in englischer Sprache.
Im Rahmen der Rudolf-Arnheim-Professur in Verbindung mit der Humboldt-Universität zu Berlin und dem DAAD.
Prof. Ali Akay ist Professor der Philosophie, Soziologie und Kunstgeschichte in Istanbul. Er war im WS 2004/2005 im Rahmen der Gastprofessor in Berlin.
The lecture will expound the problem of the notion of singularity in the process of individuality which means the possibility of rewriting the relationship between the society and the individu. Gabriel Tarde, sociologist in the end of the 19th century was maybe the first one after the philosopher Leibniz, to take the individu not into the society but in contrary of the sociological habitus to have a lecture of societies into the individu. Simondon was the important one to problematize the metastability of the individu on the process. The lecture will turn around the concept of the process of individuation of the singularity.

