Im Streit um die Moderne.
Max Liebermann, der Kaiser, die Nationalgalerie
27. Oktober 2001 - 27. Januar 2002
Max Liebermann Haus am Brandenburger Tor
Pariser Platz 7
10117 Berlin
Veranstaltet durch die Stiftung Brandenburger Tor der Bankgesellschaft Berlin und die Nationalgalerie Berlin.
Max Liebermann, Kaiser Wilhelm II., die Nationalgalerie - sie stehen für wesentliche, sich wandelnde Positionen nicht nur im Berliner Kunstgeschehen. Der jeweilige Streit um die Moderne spiegelt sich in diesen Haltungen. Die Ausstellung, deren Anlaß auch die Wiedereröffnung der Alten Nationalgalerie ist, zeigt Liebermanns Werk in diesem Spannungsfeld. Im neuerrichteten Liebermann Haus am Pariser Platz, der ehemaligen Wirkungsstätte Liebermanns, wird anhand von etwa 90 Exponaten - Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen Liebermanns und seiner Zeitgenossen - die Entwicklung seines Schaffens in Bezug zu den Werken anderer Künstler dargestellt. Der Zeitraum dieser Entwicklung - von etwa 1875 bis um 1930 - vom jungen, revolutionären Maler, der sich gegen die Konventionen der Akademie wendet, über die impressionistische Phase bis zu den Konflikten des arrivierten Meisters mit den Expressionisten, entspricht der Wirkungszeit der ersten drei, sehr unterschiedlich orientierten Direktoren der Nationalgalerie Max Jordan, Hugo von Tschudi und Ludwig Justi.
Die Gegenüberstellung von Werken Liebermanns mit denen von Malern wie Anton von Werner, Emil Nolde, Edvard Munch und Ernst Ludwig Kirchner will eine neue Sicht auf den Künstler wie auch auf die Kunst und Kultur seiner Zeit eröffnen.
Es erscheint eine Begleitpublikation im Nicolai-Verlag zu DM 39,-.
Kuratoren:
Dr. Angelika Wesenberg,
Dr. Ruth Langenberg,
Dr. Roland März

