
„Seegespräch“ vor Ort am 17. Juni 2010, 18-21 Uhr
Am Schlänitzsee haben Gäste die Gelegenheit, das Gelände zu erkunden. Sie werden durch die Jugendlichen herumgeführt und erhalten somit einen unmittelbaren Einblick in das Projekt. Auch für das leibliche Wohl ist durch die Schülerinnen und Schüler gesorgt.
Cornelia von Ilsemann (Abteilungsleiterin Senat für Bildung und Wissenschaft Bremen) wird das Projekt unter dem Motto „Was lernen Jugendliche am Schlänitzsee?“ kritisch kommentieren.
Torgespräch am 25. März, 19:30 Uhr
Mit Prof. Dr. Hartmut von Hentig, Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth, Ulrike Kegler, Schulleiterin der Montessori-Schule, Potsdam und Jens Großpietsch, Schulleiter der Heinrich-von-Stephan-Schule, Berlin
In den heutigen Schulen und in der überwiegenden Form des Unterrichts der Sekundarstufe I wird den Jugendlichen zu wenig Eigenverantwortung zugetraut und zugemutet. Die 12 bis 15 Jährigen streben jedoch nicht nur nach größerer Selbstständigkeit, sie sind auch dazu fähig, wenn ihnen geeignete Gelegenheiten geboten werden. Manches Fehlverhalten und Schulunlust lassen sich dadurch erklären, dass die vorhandene Energie kaum in produktive Aktivitäten geleitet wird.
Vorschläge, dies zu ändern, gab es von vielen bekannten Pädagogen. Die Schule solle in der Pubertät und der Phase des Heranwachsens an anderen Orten stattfinden, und die Jugendlichen sollten sich in konkreten Aufgaben und Projekten bewähren. Das Land vermessen, nach Wasser graben, Häuser instand setzen, Landbau betreiben, sich selbst verpflegen und vieles mehr sind Lerngelegenheiten, bei denen junge Menschen sich nützlich fühlen können und in die Gesellschaft hinein wachsen. Zuletzt hat Hartmut von Hentig in seinem Buch „Bewährung – von der nützlichen Erfahrung nützlich zu sein“ die „Bewährungsstufe“ konkret beschrieben.
Prof. Dr. Hartmut von Hentig
Professor der Pädagogik in Göttingen und der Reformuniversität Bielefeld. Bis zu seiner Emeritierung 1987 wissenschaftlicher Leiter der bekannten Laborschule und des Oberstufen-Kollegs. Von Hentig verfasste zahlreiche Publikationen, u.a. „Bewährung. Von der nützlichen Erfahrung nützlich zu sein“ (2005) und „Die Schule neu denken. Eine Übung in pädagogischer Vernunft“ (2003).
Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth
Studium der Wissenschaftstheorie und Methodologie der Erziehungswissenschaft. Seit 1991 Professor für Historische Erziehungswissenschaft an der HU Berlin. Seit 2004 ist er Mitglied des Vorstands des "Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen" (IQB) der Länder an der HU. Zahlreiche Publikationen u.a. „Schule und Universität. Bildungswelten im Konflikt“ (2006) und „Erziehung und Bildung heute“ (2006).
Ulrike Kegler
Schulleiterin der Montessori-Schule in Potsdam. Sie ist verantwortliche Projektleiterin des Bildungsprojektes XXX der Stiftung Brandenburger Tor. Im Juli 2009 wird ihr Buch „Die Schule wird schön“ im Beltz Verlag erscheinen. Die Montessori-Schule wurde 2007 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet.
Jens Großpietsch
Schulleiter der Heinrich-von-Stephan-Schule in Berlin. Die Schule nimmt seit 2008/2009 an der „Pilotphase der Gemeinschaftsschule“ teil. Sie kooperiert mit verschiedenen Projekten und Institutionen und war eine der ersten Schulen, die in das Bildungsprojekt „Schulen übernehmen Verantwortung“ der Stiftung Brandenburger Tor aufgenommen wurde. 2003 wurde sie mit dem Theodor-Heuss-Preis ausgezeichnet.








