Freitag, 17. Juni, 18 – 21 Uhr

Im Rahmen des Projektes „Statt Schule – im Leben lernen“

Seegespräch am Schlänitzsee

Die Stiftung Brandenburger Tor fördert das an der Montessori Schule in Potsdam initiierte Projekt „Landbauprojekt Schlänitzsee“ unter dem Titel „Statt Schule – im Leben lernen“ seit 2009. Die Heinrich-von-Stephan Oberschule Berlin kooperiert mit der Potsdamer Schule. Am Schlänitzsee, nördlich von Potsdam, wurde ein Gelände gepachtet, auf dem die beiden Schulen gemeinsam Unterrichtsprojekte planen und durchführen. Dies kann die Bewirtschaftung von Land sein, die Wiederherstellung von Gebäuden oder der verantwortliche Umgang mit Tieren und Pflanzen.
Zum zweiten Mal laden wir ein, die Arbeit der Schüler vor Ort anzusehen, und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Programmablauf:

Nach einem Rundgang mit den beteiligten Jugendlichen und LehrerInnen über das Gelände am Schlänitzsee erwartet Sie folgendes Programm:

Diskussionsrunden an verschiedenen Projektstandorten zu der Frage:
»Was kann man eigentlich hier lernen?«

Zusammenkunft und offizielle Begrüßung durch den Stiftungsvorstand Dr. Pascal Decker

Austausch unter den Gesprächsgruppen und Zusammenfassung der Erkenntnisse
moderiert von Sybille Volkholz, Stiftungsbeirätin

Die SchülerInnen laden zu einem selbst gemachten Imbiss ein

Veranstaltungsort:
Schulgelände am Schlänitzsee, 14469 Potsdam

Treffpunkt: Hauptbahnhof Potsdam
(ca. 45 Min. Fahrt mit dem Shuttlebus)

Verbindliche Anmeldung erforderlich:
caroline.armand@stiftungbrandenburgertor.de


„Seegespräch“ vor Ort am 17. Juni 2010, 18-21 Uhr

Am Schlänitzsee haben Gäste die Gelegenheit, das Gelände zu erkunden. Sie werden durch die Jugendlichen herumgeführt und erhalten somit einen unmittelbaren Einblick in das Projekt. Auch für das leibliche Wohl ist durch die Schülerinnen und Schüler gesorgt.

Cornelia von Ilsemann (Abteilungsleiterin Senat für Bildung und Wissenschaft Bremen) wird das Projekt unter dem Motto „Was lernen Jugendliche am Schlänitzsee?“ kritisch kommentieren.


Torgespräch am 25. März, 19:30 Uhr

Mit Prof. Dr. Hartmut von Hentig, Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth, Ulrike Kegler, Schulleiterin der Montessori-Schule, Potsdam und Jens Großpietsch, Schulleiter der Heinrich-von-Stephan-Schule, Berlin

In den heutigen Schulen und in der überwiegenden Form des Unterrichts der Sekundarstufe I wird den Jugendlichen zu wenig Eigenverantwortung zugetraut und zugemutet. Die 12 bis 15 Jährigen streben jedoch nicht nur nach größerer Selbstständigkeit, sie sind auch dazu fähig, wenn ihnen geeignete Gelegenheiten geboten werden. Manches Fehlverhalten und Schulunlust lassen sich dadurch erklären, dass die vorhandene Energie kaum in produktive Aktivitäten geleitet wird.

Vorschläge, dies zu ändern, gab es von vielen bekannten Pädagogen. Die Schule solle in der Pubertät und der Phase des Heranwachsens an anderen Orten stattfinden, und die Jugendlichen sollten sich in konkreten Aufgaben und Projekten bewähren. Das Land vermessen, nach Wasser graben, Häuser instand setzen, Landbau betreiben, sich selbst verpflegen und vieles mehr sind Lerngelegenheiten, bei denen junge Menschen sich nützlich fühlen können und in die Gesellschaft hinein wachsen. Zuletzt hat Hartmut von Hentig in seinem Buch „Bewährung – von der nützlichen Erfahrung nützlich zu sein“ die „Bewährungsstufe“ konkret beschrieben.

Prof. Dr. Hartmut von Hentig

Professor der Pädagogik in Göttingen und der Reformuniversität Bielefeld. Bis zu seiner Emeritierung 1987 wissenschaftlicher Leiter der bekannten Laborschule und des Oberstufen-Kollegs. Von Hentig verfasste zahlreiche Publikationen, u.a. „Bewährung. Von der nützlichen Erfahrung nützlich zu sein“ (2005) und „Die Schule neu denken. Eine Übung in pädagogischer Vernunft“ (2003).

Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth

Studium der Wissenschaftstheorie und Methodologie der Erziehungswissenschaft. Seit 1991 Professor für Historische Erziehungswissenschaft an der HU Berlin. Seit 2004 ist er Mitglied des Vorstands des "Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen" (IQB) der Länder an der HU. Zahlreiche Publikationen u.a. „Schule und Universität. Bildungswelten im Konflikt“ (2006) und „Erziehung und Bildung heute“ (2006).

Ulrike Kegler

Schulleiterin der Montessori-Schule in Potsdam. Sie ist verantwortliche Projektleiterin des Bildungsprojektes XXX der Stiftung Brandenburger Tor. Im Juli 2009 wird ihr Buch „Die Schule wird schön“ im Beltz Verlag erscheinen. Die Montessori-Schule wurde 2007 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet.

Jens Großpietsch

Schulleiter der Heinrich-von-Stephan-Schule in Berlin. Die Schule nimmt seit 2008/2009 an der „Pilotphase der Gemeinschaftsschule“ teil. Sie kooperiert mit verschiedenen Projekten und Institutionen und war eine der ersten Schulen, die in das Bildungsprojekt „Schulen übernehmen Verantwortung“ der Stiftung Brandenburger Tor aufgenommen wurde. 2003 wurde sie mit dem Theodor-Heuss-Preis ausgezeichnet.

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Zielsetzungen

Bei Fragen richten Sie sich bitte an:
Caroline Armand
Referentin für Bildung
Tel: 22633027
Fax: 22633014
caroline.armand
@stiftungbrandenburgertor.de



Projektleitung:
Ulrike Kegler
Schulleiterin Montessori-Oberschule Potsdam


Teilnehmende Schulen:

Montessori-Oberschule Potsdam

Heinrich-von-Stephan Oberschule, Berlin