
Die Stiftung Brandenburger Tor hat seit Januar 2006 das Projekt "Schulen übernehmen Verantwortung" gestartet. Sie knüpft damit an ihren Wettbewerb "Jugend übernimmt Verantwortung" an, der nach sieben Jahren im Sommer 2005 zu ende gegangen ist. Die Kategorie der Verantwortung als Leitbild für Schulen aber auch als pädagogische Zielsetzung für die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler hat an Bedeutung erheblich gewonnen. Internationale Vergleiche von Schülerleistungen lassen auch den Schluss zu, dass die Übernahme der Verantwortung von Schulen für die Schüler und ihre Ergebnisse eine große Rolle spielt.
Ziel dieses Programms ist es, ein Schulnetzwerk aufzubauen, das im Kern eine Verantwortungsübernahme für die Bildungsgänge ihrer Schülerinnen und Schüler umfassend entwickelt und realisiert.
Nach einer einjährigen Pilotphase mit 10 Schulen sind zur Zeit 43 Schulen, die als Tandems zusammenarbeiten, in das Projekt eingebunden.
In regelmäßigen Abständen finden Veranstaltungen mit den beteiligten Schulen und Fachleuten statt.
Im Rahmen der Programmarbeit bilanzieren die Schulen ihre gemeinsame Tandemarbeit jährlich. Die Zusammenfassung der Kooperationsergebnisse bietet Rückschlüsse auf die schulinterne Entwicklung und illustriert die fruchtbare Zusammenarbeit der Schulen untereinander. In der Zusammenarbeit richten sich die Akteure nach einem gemeinsam entwickelten Leitbild aus.
Das Projekt wurde Ende 2010 abgeschlossen. In Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung wird das Projekt in einer zweijährigen Transferphase die Berliner Schulentwicklung im Bereich der Kooperation an den Übergängen unterstützen. Es werden weitere Schulen einbezogen werden, die die Erfahrungen der bestehenden Netzwerke und Schultandems nutzen können. Lernen voneinander, Lernen durch Kooperation und die Gestaltung von Übergängen zwischen den verschiedenen Schulformen soll in Berlin zu einer Selbstverständlichkeit werden.




